„Greenscreens könnten am Set bald überflüssig werden“ – mit dieser These startete am 23. März die zweite Ausgabe unseres Talkformats „MediaTech meets… Die Grüne Couch im Studio Babelsberg. Was folgte war ein intensiver Einblick in die Zukunft der Filmproduktion.
Die zentrale Frage: Wie verändert Virtual Production (VP) die Art und Weise, wie Filme und Serien produziert werden? Mit dabei waren zwei Gäste, die diese Entwicklung bereits heute aktiv mitgestalten: Lukas Koll, Producer & Managing Director bei Arkanum Pictures, sowie Ernst Feiler, Projektleiter für Virtual Production und AI in Babelsberg.
Virtual Production auf dem Vormarsch
Wo man sich einig war: Der aktuelle Fortschritt ist rasant. Insbesondere im Bereich Tracking und Keying entwickelt sich die Technologie so schnell weiter, dass Produktionen zunehmend unabhängiger vom physischen Background werden könnten.
Wie diese Entwicklung konkret aussehen kann, zeigt ein aktuelles Pilotprojekt rund um die Serie GZSZ (Arkanum / UFA Serial). Hier wird bereits heute erprobt, wie Virtual Production im Serienalltag eingesetzt werden kann.
Neue Anforderungen an Produktionsteams
Aber: Virtual Production bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Vor allem die Pre-Production gewinnt hier an Bedeutung. Wer VP effizient einsetzen will, muss deutlich früher und intensiver planen – eine Umstellung, die im oft eng getakteten Produktionsalltag noch nicht überall angekommen ist.
Generell bleibt beim Einsatz von KI in der Filmproduktion die eine oder andere Frage noch offen. Insbesondere die Kosten sind aktuell noch schwer kalkulierbar. Erste Ansätze aus der Praxis zeigen jedoch, wie sich durch die Wahl bestimmter Modelle und Prompts die Berechnung von Token und damit eine grobe Kalkulation im Vorfeld möglich wird.
Unser Fazit des Abends: Virtual Production ist gekommen, um zu bleiben. Die Technologie wird die Film- und Fernsehbranche nachhaltig verändern – auch wenn noch offen ist, wie schnell sie sich flächendeckend wirtschaftlich einsetzen lässt.


